Ausflugsziele
Die Grotten von Frasassi: ein Dom unter der Erde
Eine Halle, in die der Mailänder Dom hineinpassen würde, entdeckt erst 1971. Der beste Ausflug für einen zu heißen oder zu nassen Tag.
- Entfernung
- ca. 40 km, rund 50 Minuten
- Dauer
- Rundgang gut eine Stunde, 1,5 km
- Mitbringen
- Jacke, drinnen sind es konstant 14 °C
Es gibt in den Marken ein Ausflugsziel, das auch dann funktioniert, wenn das Wetter alles andere ruiniert, und das ausgerechnet dann am eindrucksvollsten ist, wenn man vorher nichts davon wusste.
Was da unten liegt
Die Grotte di Frasassi liegen bei Genga im Naturpark Gola della Rossa e Frasassi. Es handelt sich um ein Karsthöhlensystem, von dem inzwischen rund 30 Kilometer erforscht sind. Entdeckt wurde es erst 1971. Die Formationen sind etwa 1,4 Millionen Jahre alt.
Die zentrale Halle heißt Abisso Ancona und misst rund 180 mal 120 Meter bei etwa 200 Metern Höhe. Der übliche Vergleich lautet: Der Mailänder Dom würde hineinpassen. Das klingt nach Reiseprospekt, stimmt aber.
Der Besuch
Der touristische Rundweg ist rund 1,5 Kilometer lang und dauert etwas über eine Stunde. Er führt unter anderem durch die Sala 200, die Sala delle Candeline mit ihren kerzenförmigen Sinterformationen, die Sala dell'Orsa und die Sala dell'Infinito.
Unten herrschen konstant etwa 14 Grad bei rund 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Im August fühlt sich das großartig an, wenn man in kurzen Hosen kommt allerdings nur für die ersten fünf Minuten. Eine Jacke und feste Schuhe gehören dazu.
Praktisches
Die Höhlen sind ganzjährig geöffnet, mit wenigen Ausnahmetagen um Anfang Dezember, Weihnachten und im Januar. Da die Besichtigung nur in geführten Gruppen zu festen Zeiten stattfindet, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Zeiten vorab, gerade in den Ferienmonaten.
Wer schon dort ist: Oberhalb liegt das Santuario di Santa Maria infra Saxa und der klassizistische Tempietto del Valadier, direkt in den Fels gebaut. Ein kurzer Fußweg, der den Ausflug abrundet.
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