
Erlebnisse
Rennrad in den Marken: die Region, die noch niemand überrannt hat
Guter Asphalt, kaum Verkehr und Hügel, die nie aufhören. Warum die Marken unter Rennradfahrern als Geheimtipp gelten und wie eine Woche von hier aus aussieht.
- Beste Zeit
- März bis Mai, September bis November
- Gelände
- Welliges Hügelland, Küste in 20 km
- Am Haus
- Außenschlauch, Waschmaschine, Pool
Die Toskana hat ein Problem: Alle wollen dorthin. Die Marken haben dasselbe Landschaftsbild: Hügelketten, Zypressen, Bergdörfer auf jeder Kuppe, nur ohne die Reisebusse. Für Rennradfahrer ist das der entscheidende Unterschied.
Was die Region ausmacht
- Sehr ordentlicher Asphalt, auch auf Nebenstraßen
- Wenig Autoverkehr, sobald man von der Küste weg ist
- Ein dichtes Netz kleiner Straßen zwischen den Dörfern
- Bars für den Espresso praktisch in jedem Ort
- Milde Temperaturen von März bis November
- Die Kombination aus flacher Küste und ernsthaften Anstiegen
Von der Casa Bellavista aus fährt man direkt ins Hügelland hinein. Wer flach beginnen will, rollt Richtung Senigallia und die Küste entlang. Wer Höhenmeter sucht, dreht landeinwärts, Richtung Arcevia, Corinaldo und weiter in den Apennin.

Wenn es weh tun soll
Zwei Namen kennt in Italien jeder Rennradfahrer. Der Monte Conero am Meer, ein 572 Meter hoher Kalkfelsen, dessen Auffahrt auf 2,7 Kilometern im Schnitt rund elf Prozent steil ist: kurz, brutal, mit Meerblick als Belohnung. Und der Cippo di Carpegna, weiter im Nordwesten, seit Jahrzehnten Trainingsberg der Profis.
Wer es lieber lang mag als steil: Richtung Süden beginnen die Monti Sibillini mit Anstiegen in alpiner Länge. Das ist dann allerdings eine Tagesreise und keine Hausrunde mehr.
Was das Haus dafür mitbringt
Ein Außenschlauch, um den Lehm der Schotterabschnitte abzuspülen. Eine Waschmaschine für die Trikots. Ein Kühlschrank, der auch Wasser in größeren Mengen fasst. Und ein Pool, dessen Wert man nach 140 Kilometern in der Sonne erst richtig versteht.
Für Gruppen ist das Haus ohnehin gemacht: zwölf Betten, ein Esstisch, an dem alle sitzen, und eine Küche, in der sich abends gemeinsam Pasta kochen lässt. Frühjahrs-Trainingslager und Herbstwochen sind genau die Zeiten, in denen hier sonst wenig los ist.
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